Das Cartell
Das Cartell

© Schneeweiß-Arnoldstein, 9. März 2006

S. E. Dr. Johann Josef Dengler +

Ich verachte diese Demokratie

Die amerikanische Demokratie ist die herrschende Staatsform unserer Gegenwart. Seit dem erfolgreichen Abfall von der englischen monarchischen Ordnung mit und nach der französischen Revolution hat sie sich seit dem großen Sieg 1945 zu einer Organisation umgeformt, welche Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit als Lebensform des Menschen verwirklichen will.

Letztlich hat es Churchill mit hanebüchener Dummheit geschafft, daß der Spruch von der Demokratie als der besten von allen schlechten Gesellschaftsformen zu einem Dogma mit dem Anspruch auf Weltgeltung geworden ist. Niemand denkt mehr daran, daß der Mann aus dem englischen Hochadel mit seinen überragenden Talenten und der brutalen Energie eines Leichengängers seine eigene, geordnete, große Weltmacht zerstört hat.

Was die amerikanische Demokratiereklame der Welt aufzwingen, beziehungsweise als Demokratie – Volksherrschaft der Gleichberechtigten – verkaufen will, ist für den überwiegenden Teil der denkenden Bevölkerung in der Welt schlicht unsinnig.

Auch der einfachste Geist merkt, daß der Mensch gemeinhin nirgends und niemals wirklich frei, gleich und brüderlich leben kann. Die Sekretäre der Mächtigen in den Staaten und Weltvereinen können noch so viele Konventionen für Menschenrecht erfinden, sie scheitern schon grundsätzlich am Anfang, weil sie nicht von Menschenpflichten reden dürfen. So hat in der Parteiendemokratie bereits jede werdende Mutter und mit ihr der verantwortliche Vater das groteske Menschenrecht, über Leben oder Tod ihres Kindes wie Totenrichter oder Henker selbstherrlich zu entscheiden. Die Achtung vor dem Lebensrecht des Kindes als Menschenpflicht? Empörte hiesige Politemanzen wie die Dohnals, Rauch-Kallats, Brineks, Lunaceks, Burgstallers und mächtig gewordene Sekretärinnen in der Schüsselregierung und in den Oppositionsparteien machen mit Hilfe gekaufter Journalisten klar, was so ein „ewiggestriger Rechtsextremist“ wie ich über die Menschenrechte der toten ­Babyopfer zu sagen notwendig findet. Nichts als andauernde Hetze gegen den endlich zur Selbstverwirklichung befreiten weiblichen Menschen. Eigentlich gehörte so einer ja sofort eingesperrt. Ein Nachteil der Demokratie, daß ihre Verächter noch frei herumlaufen dürfen. Dabei haben wir bei Schüssel eh schon eine Justizministerin, welche sich weiterhin für eine demokratische Ordnung beim Menschenrecht der Babyeltern zum Kindestöten verbürgt hat.

Vielleicht versteht man meine Verachtung für diese Demokratie besser, wenn man jetzt die Verkündigungen der Wahlkonferenzen aller Parteien gehört hat. Alle versichern sich gegenseitig, daß Abtreibung absolut kein Thema sein wird. Dabei geht es ja gar nicht um das Tötungsrecht, sondern um die großzügige aktive Hilfe und Unterstützung, daß Frauen mit den Vätern ihren Kindern das Leben schenken können, ohne ins gesellschaftliche Aus oder gar in Not zu kommen. Über die Verlogenheit des Systems „Parteiendemokratie der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ reden wir bald noch, soweit es die Nächstenliebe und die Macht der Mächtigen in der Welt über die Milliarden Ohnmächtiger betrifft. Sicher ist, daß die  letzten Entscheidungen zur Menschlichkeit von Gott, also von der Katholischen Kirche kommen werden.  Aber auf dem Weg dahin werden bei uns wohl noch Millionen ungeborener Menschenkinder sterben müssen. Jungeltern! Straft die PolitikerInnen. Geht zur Wahl und streicht sie aus!